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Behandlungen

Behandlung mit Spendersamen

Samenspende erhalten

Von wem stammt die Samenspende?


Samenbanken bieten verschiedene Arten von Samenspenden an, und damit verbunden unterschiedliche Möglichkeiten der Spenderinformation. Es ist die Samenbank, die die Samenspende annimmt, prüft und an die Kliniken weiterleitet. 


Spender sind typischerweise kaukasisch/europäisch aussehende Männer in einem Alter von durchschnittlich etwa 25 Jahren. 


Um als Samenspender akzeptiert zu werden, müssen sich die Spender mehreren medizinischen Tests unterziehen, gesund sein und keine Krankheitsgeschichte in der Familie aufweisen. 




Möglichkeiten der Kinderwunschbehandlung mit Samenspenden


Sie können IUI (selektiertes) und ICI (nicht selektiertes) Sperma erwerben. Bitte beachten Sie jedoch, dass beim Erwerb von ICI-Sperma eine Gebühr für die Spermienaufbereitung hier in der Klinik anfällt.


Sie können beim Bestellen Ihres Spendersamens aus mehreren Eigenschaften wählen. Mit dieser Samenbank arbeiten wir zusammen: 






Haben Sie einen bekannten Samenspender?


Wenn Sie einen bekannten Spender (der kein Partner ist) für die Behandlung beiziehen möchten, muss er einen Fragebogen ausfüllen. Er wird zu einem Gespräch eingeladen und muss sich einer körperlichen Untersuchung sowie Blut- und Urin-Testungen auf ausgewählte Infektionskrankheiten unterziehen.


Wir informieren Sie, dass wir hier in der Klinik verlangen, dass – falls vorhanden – der Partner/die Partnerin Ihres bekannten Spenders akzeptiert, dass diese Samenspende für eine Kinderwunschbehandlung verwendet wird.




Risiken von Spendersamen


Im Rahmen einer persönlichen Beratung erklärt Ihnen der Arzt die Risiken von Spendersamen. Für die Frau sind die Risiken sowohl bei der Insemination als auch bei IVF und ICSI grundsätzlich die gleichen wie bei der Befruchtung ihrer Eizellen mit dem Sperma ihres Partners. Jegliche Ansteckungsgefahr wird durch die oben genannten Maßnahmen weitgehend verhindert.

Für eine Kinderwunschbehandlung können Samenspenden erforderlich sein. Für viele ist dies vielleicht der einzige zu einer Schwangerschaft. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn


  • beim Mann weder im Ejakulat noch in den Hoden Samenzellen vorhanden sind.

  • der Mann an einer Erbkrankheit leidet.

  • sich eine alleinstehende Frau oder ein lesbisches Paar für eine Kinderwunschbehandlung entscheidet.

Welchen Spender soll ich/sollen wir wählen?


Samenbanken haben die Bezeichnungen für ihre Samenspenden in den letzten Jahren stark geändert. Wir haben uns entschieden, die Spendenarten in offene und anonyme Samenspenden zu unterteilen. Je nach Typ stehen Ihnen begrenzte oder erweiterte Informationen zur Verfügung. Auf den Websites der Samenbanken erfahren Sie mehr darüber.


Offene Samenspenden (ID-Release) - nicht anonymer Spender, je nach Samenbank erreichbar


Anonyme Samenspenden (Non-ID-Release) - Spender kann nicht kontaktiert werden


Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten und treffen Sie die richtigen Entscheidungen für sich selbst und vor allem für Ihr zukünftiges Kind. Die Hebamme Julia Buus Nicholson gibt Antwort auf die 4 entscheidenden Fragen zur Auswahl eines Auswahl der Samenspende und zur Geburt eines Spenderkindes.

4 wichtige Fragen zur Auswahl der Samenspende und zur Geburt eines Spenderbabys

1. Möchten Sie eine offene oder eine anonyme Samenspende?

Es liegt ganz bei Ihnen. Keine der Optionen ist objektiv besser als die andere. Es scheint aber, dass – insbesondere in Dänemark – die offene Samenspende bevorzugt wird. Unser Rat ist: Das, was sich für Sie und Ihren Partner/ihre Partnerin richtig anfühlt, ist in den allermeisten Fällen auch für das Baby das Beste. Es ist daher wichtig, den Unterschied der Optionen zu kennen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.


Wenn wir alleinstehende Frauen und lesbische Paare nach ihrer Entscheidung fragen, stellen wir in den meisten Fällen fest, dass sie eine offene Spende wählen – vor allem in Dänemark, wo alternative Familienformen gut angenommen werden. Oft geht es darum, dass Frauen ihr Kind nicht einschränken wollen. Alleinstehende Frauen könnten argumentieren: "Wenn ich meinem Kind schon keinen Vater geben kann, dann kann ich immerhin einen Spender nennen". Wir sehen auch immer mehr heterosexuelle Paare, die sich für einen offenen Spender entscheiden, was im Allgemeinen an einer größeren Akzeptanz in der Gesellschaft gegenüber früher liegt. 


Andere entscheiden sich für eine anonye Spende, um (im Namen des Kindes) die Verantwortung zu übernehmen. Sie wollen es nicht allein ihrem Kind überlassen, ob es später mehr erfahren möchte. 

 

In den letzten Jahren ist noch eine weitere wesentliche Frage dazu gekommen, die die Wahl der Samenspende betrifft: Was bedeutet eine offene Spende? 

Die offene Spende (ID-Release-Spender) gründet auf einem weit gefassten Konzept. Per Gesetz hat das Kind zwar nicht das Recht, seinen Spender zu treffen, sobald es 18 Jahre alt ist. Aber es hat die Möglichkeit, die Identität des Spenders zu erfahren. Dies wirft eine neue Frage auf: Was ist Identität? Ist sie ein Name, eine Adresse oder nur eine Information über den Spender?


In Dänemark haben wir erst seit 2007 ID-Release-/offene Samenspenden – das heißt, die ältesten Spenderkinder sind noch keine 18 Jahre alt. Daher wissen wir noch nicht, wie die Samenbanken mit dieser Frage umgehen werden. Manche wählen daher eine anonyme Spende – allein deshalb, weil die Geschichte dem Kind viel einfacher zu vermitteln ist. Dann muss die Antwort nicht lauten: "Wir werden sehen, welche Informationen verfügbar sind, wenn du 18 bist". Wird eine anonyme Spende gewählt, dann kennt die ganze Familie vom ersten Tag an alle verfügbaren Informationen.  


In manchen Kulturen wird die Geburt eines Spenderkindes nicht als „gut“ angesehen. Deshalb sehen wir oft Frauen und Paare, die sich für eine anonyme Samenspende entscheiden, weil ihr Standpunkt der ist, dass sie weder der Außenwelt noch ihrem Kind selbst sagen möchten, wie es entstanden ist.

2. Wie ist mit einer möglichen Erbkrankheit bei einem Spender umzugehen?

Wir alle können genetische Defekte haben. Dies trifft auch für Samenspender zu. Obwohl die Spender auf viele Krankheiten untersucht und getestet werden, können wir keine Garantien geben. Aber im Allgemeinen geht es aufgrund dieser Untersuchungen und Tests einem Spenderkind besser als den meisten natürlich geborenen Kindern. In vielen Fällen hat der Spender bereits anderen Familien in der Vergangenheit seinen Samen zur Verfügung gestellt. Dann werden wir informiert, wenn ein Geburtsfehler oder eine Krankheit bei einem Kind auf den Spender zurückzuführen ist. 

3. Träumen Sie von mehr als einem Kind?

Diese Frage bekommen wir oft: "Wie viel Spendersamen soll ich nehmen?" Hier ist es wirklich schwer, eine Empfehlung abzugeben. Eine wichtige Frage, die Sie frühzeitig berücksichtigen sollten, ist die nach den Vollgeschwistern: „Wenn alles gut geht, werden Sie mehr als ein Kind bekommen? Wenn ja, ist es Ihnen wichtig, dass sie vom selben Spender abstammen?" Diese Fragen bestimmt natürlich, wie viel Sie zu diesem Zeitpunkt bestellen/reservieren sollten. 

4. Wie sagen Sie Ihrem Kind, dass es ein Spenderkind ist?

Was wollen Sie dem Kind eigentlich sagen? Wann werden Sie es ihm sagen? Wie werden Sie es ihm sagen? Wir empfehlen Ihnen, bereits bei der Entscheidung für ein Spenderkind darüber nachzudenken, wie Sie Ihrem Kind die Geschichte vermitteln wollen. 


Wir sehen, dass manche Menschen die Dinge nehmen, wie sie kommen. Andere planen ungefähr, was sie sagen möchten. Und einige schreiben vom ersten Gedanken an eine Kinderwunschbehandlung an ein Tagebuch, bis sie ihr Kind im Arm halten. Das Tagebuch wird dann später ein Geschenk an das Kind. 


Der Vorteil für Lesben und alleinstehende Frauen liegt eindeutig darin, dass das Kind ihnen selbst sagen wird, wenn es bereit für die Antwort ist. Ein Zweijähriger könnte sagen: "Wo ist mein Papa?" Wenn das Kind fünf ist, fragt es vielleicht noch einmal. Wir treffen auch einige, die es ihrem Kind schon sehr früh erzählen.


Vergessen Sie nicht: ein Spenderkind ist ein Wunschkind. Und dieser Wunsch bestand schon lange vor seiner Entstehung. Spenderkinder waren eine Wahl. Sie werden von der Mutter gewollt, von einer Mitmutter oder einem Mitvater gewollt und vom Spender gewollt. Es ist ein tolles Geschenk, dies auch später im Leben erzählen zu können!

3 Tipps für alle, die eine Samenspende bekommen möchten


Für alle, die eine Samenspende bekommen möchten, hat Hebamme Julia Buus Nicholson 3 wichtige Tipps.



1. Hör auf dein Bauchgefühl


Es sollte sich gut anfühlen, wenn Sie eine Entscheidung über die Spende treffen. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort – wenn es sich für Sie richtig anfühlt, dann ist es das wahrscheinlich auch. 



2. Offenheit und Ehrlichkeit sind der Schlüssel


Das Wichtigste ist, dass Sie Ihrem Kind gegenüber ehrlich sind und die Wahrheit sagen. Sagen Sie schon in jungen Jahren die Wahrheit, warten Sie nicht, bis Ihr Kind 15 ist. Alle Untersuchungen zeigen, dass es für das Kind viel einfacher ist, schon in einem früheren Alter mit der Wahrheit umzugehen. Für alleinstehende und lesbische Frauen ist dies selbstverständlich, für heterosexuelle Paare ist es jedoch ein Thema, mit dem sie aktiv umgehen müssen. 


Es ist eine Sache, ehrlich zu Ihrem Kind zu sein, und eine andere, ehrlich zu Ihren Mitmenschen zu sein. Was sagt beispielsweise eine alleinstehende Frau, die mit ihrem zweijährigen Sohn in einer kleinen Siedlung im Norden Norwegens lebt? Ändert sie ihre Geschichte, je nachdem, wie sie ihrer Meinung nach am besten bei den Mitmenschen ankommt: "Es war ein Mann, den ich einmal getroffen habe, aber es hat nicht geklappt?" Oder sagt sie: "Ich bin nach Dänemark gefahren, um eine Samenspende zu bekommen?" 


Wenn sie ihrem Kind und der Außenwelt die Wahrheit sagt und zeigt, dass sie zu ihrer Entscheidung steht, dann macht das Kind auch diese Erfahrung. Dann weiß das Kind, dass es ok ist, ein Spenderkind zu sein.



3. Denken Sie an das Kind 


Stellen Sie Ihr Kind immer vor Ihre eigenen Bedürfnisse. Denken Sie darüber nach, wie das Kind Ihrer Meinung nach reagieren wird, wenn es erwachsen ist.  


Samenbanken sind verschieden und es kann Unterschiede in der Definition von „Identität“ geben. Daher ist es ungewiss, ob es später im Leben des Kindes einen Kontakt zum Spender geben wird.

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