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Behandlungen

Hormontherapie

Hormonbehandlung

Bei Unfruchtbarkeit kann eine Hormontherapie die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen.

Was ist das Ziel der Hormontherapie? 


Die Hormonbehandlung bei Frauen soll die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft durch Insemination erhöhen. Denn eine Hormonbehandlung kann die Anzahl der reifenden Eizellen vergrößern. Die Chancen auf ein gutes Ergebnis pro Behandlungszyklus können je nach Alter der Frau und  Ursache der Unfruchtbarkeit stark variieren. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit Hormonbehandlung bei IUI liegt im Durchschnitt zwischen 10 und 25 %. 




Wann ist eine Hormontherapie sinnvoll?


Die Hormontherapie eignet sich besonders für Frauen mit Ovulationsproblemen oder unregelmäßigen Zyklen, da beides die Bestimmung des richtigen Zeitpunkts für die Befruchtung durch Geschlechtsverkehr erschweren kann. Die Hormonbehandlung sorgt für die Reifung von 1-2 Eizellen und erleichtert, den optimalen Zeitpunkt zu bestimmen. Bei Frauen über 35 erhöht eine Hormonbehandlung die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, da in einem Zyklus mehr Eizellen reifen. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nimmt mit zunehmendem Alter ab, da die Qualität der Eizellen mit der Zeit beeinträchtigt wird. 



"PCOS" - polyzystisches Ovarialsyndrom


Bei manchen Frauen können Ultraschalluntersuchungen mehrere Follikel am Eierstock zeigen, was die monatliche Reifung eines einzelnen Follikels verzögert oder verhindert. Diese Störung wird "PCOS" genannt - polyzystisches Ovarialsyndrom. In diesen Fällen kann die Reifung und der anschließende Eisprung auch durch eine Hormontherapie herbeigeführt werden.



Andere hormonelle Ursachen


Es gibt andere hormonelle Ursachen für Ovulationsstörungen. So kann beispielsweise auch eine erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin die Fruchtbarkeit hemmen. Prolaktin fördert das Wachstum der Brustdrüsen während der Schwangerschaft und unterdrückt den Eisprung. Eine erhöhte Prolaktinkonzentration vor der Schwangerschaft kann mit einem Prolaktin-hemmenden Medikament behandelt werden.


Wie verläuft die Hormontherapie begleitend zur Insemination (IUI)?

Die hormonelle Stimulation des Eisprungs erfolgt in mehreren Schritten:

1. Behandlungsbeginn

Die Behandlung wird normalerweise am zweiten bis dritten Tag nach Beginn Ihrer Periode begonnen. Sie werden zu einem Scan in die Klinik eingeladen, wo wir überprüfen, ob alles in Ordnung ist, bevor Sie mit der Medikation beginnen. Das bedeutet, dass an Ihren Eierstöcken keine Zysten vorhanden sein dürfen und Ihre Gebärmutterschleimhaut dünn sein muss. Beides erhöht die Chance auf eine Schwangerschaft. 


Das Medikament kann entweder oral in Tablettenform oder mittels Injektion verabreicht werden. Damit Sie sich die Injektion am Abend selbst verabreichen können, führen wir eine eingehende Schulung durch.

2. Eisprung und Befruchtung

Nach etwa einer Woche wird in einer weitere Untersuchung überprüft, ob die Follikel gewachsen sind. Die Eier reifen mit dem wachsenden Follikel. Wenn der Follikel etwa 18-20 mm groß ist, ist das Ei bereit für den Eisprung.  Der Eisprung wird durch Verabreichung des Hormons Humanes Choriogonadotropin (hCG) herbeigeführt. Bei der letzten Kontrolle wird der Zeitpunkt für die Insemination vereinbart. 

Nebenwirkungen und Risiken der Hormontherapie


Eine Hormontherapie kann mit Nebenwirkungen und Risiken verbunden sein, über die Sie Ihr behandelnder Arzt vor der Behandlung informieren wird. Der Arzt wird Ihre Fortschritte während der Behandlung regelmäßig überprüfen, um eine Überdosierung zu vermeiden und eventuelle Risiken zu minimieren.



Mögliche Nebenwirkungen der Behandlung sind:


  • Hitzewallungen

  • Kopfschmerzen

  • Depression

  • Blutgerinnsel


Überstimulation: Wenn durch die Behandlung zu viele Follikel gebildet werden, rät der Arzt vom Geschlechtsverkehr ab. Denn zu viele reife Eizellen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft (Zwillinge, Drillinge etc.), was mit einem Gesundheitsrisiko verbunden ist. Die Dosierung des Hormonpräparates kann dann im nächsten Behandlungszyklus reduziert werden.



Ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS):

Die hormonelle Stimulation kann eine Überproduktion von Eizellen in den Eierstöcken auslösen. Damit geht eine Reihe von Prozessen im Körper einher, die zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle oder anderswo führen. Dies kann unter anderem Bauchschmerzen verursachen. Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Kontrollmaßnahmen während der Behandlung beträgt das OHSS-Risiko nicht mehr als 2 %.

 

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