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Refertilisierung - Sterilisation bei der Frau rückgängig machen

ICSI sperm injection

Die Sterilisation ist eine Methode zur endgültigen Kontrazeption bei der Frau mit abgeschlossener Familienplanung. Man versteht unter dem Begriff der Sterilisation die operative Herstellung einer dauerhaften Unfruchtbarkeit. In den meisten Fällen wird der Eingriff mit einer Bauchspieglung (Laparoskopie) durchgeführt.


Hierbei werden beide Eileiter an zwei nebeneinanderliegenden Stellen elektrisch koaguliert. Alternativ kann die Eileiterfunktion auch durch Clips oder Kunststoffringe unterbrochen werden. Methodenunabhängig können sich die Samenzellen und Eizellen nicht mehr treffen. Eine Befruchtung und eine Schwangerschaft sind hierdurch ausgeschlossen.




Behandlungsmöglichkeiten


Sollte entgegen der ursprünglichen Überlegung doch ein späterer Kinderwunsch bestehen, kommen zwei Behandlungsmöglichkeiten in Frage:

  1. IVF (In-vitro-Fertilisation): Befruchtung von Eizellen außerhalb des Körpers

  2. Refertilisierung: Operatives Wiederherstellen der Eileiterdurchgängigkeit


Diese Refertilisierung eignet sich nur beim Vorliegen eines normalen Spermienbefundes und einer normalen Zyklussituation mit regelmäßigen Menstruationen und einem nachweisbaren Eisprung. Für Frauen über 40 Jahren wird die Refertilisierung nicht empfohlen, da die altersbedingte Schwangerschaftswahrscheinlichkeit bereits relativ klein ist.




Refertilisierungsoperation


Im ersten Schritt der Operation werden die verschlossenen Eileiterabschnitte präpariert und entfernt. Anschließend wird über die Gebärmutterhöhle ein Katheter in die Eileiter eingelegt. Über diesen Splint können die jeweiligen Enden nun wieder zusammengeführt werden. Dies geschieht mit einer zweischichtigen Einzelkopfnaht mit sehr dünnen Fäden.


Ohne die Schleimhaut der Eileiter zu erfassen, wird zuerst die innere Muskelschicht adaptiert und vernäht, anschließend die äußere, sogenannte Serosaschicht. Damit ist die Anastomose (Verbindung zwischen den Eileitern) abgeschlossen. Zuletzt wird der Erfolg des Eingriffs durch eine Farbstoffspülung der Eileiter geprüft und die Instrumente werden entfernt.




Erfolgschancen bei einer Operation


Die operative Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit dauert zwischen anderthalb und zwei Stunden. Der Eingriff wird grundsätzlich nicht von den Kassen getragen. Die Patientinnen sind bereits nach einer Woche Arbeitsbefreiung genesen und können anschließend sofort schwanger werden. Der operative Erfolg der Refertilisierung hängt neben dem Alter der Frau wesentlich vom Ausmaß der Zerstörung der Eileiter durch die Sterilisation ab. Es sollten mindestens drei bis vier Zentimeter lange Resteileiter erhalten sein. Wir bevorzugen für die Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit (Reanastomosierung) die minimal invasive Bauchspiegelung (Laparoskopie). Die Erfolgsrate der Refertilisierung liegt bei 50 bis 60 Prozent.

Diese Leistung bieten wir momentan in keinem unserer Zentren an

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