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In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die IVF-Behandlung ist eine Befruchtung außerhalb des Körpers

In-vitro-Fertilisation - Künstliche Befruchtung

Was ist eine IVF-Behandlung?


Wenn Frauen auf natürlichem Wege nicht schwanger werden, gibt es mit der In-vitro-Fertilisation (IVF) eine Methode der künstlichen Befruchtung, die weltweit schon Millionen von Menschen zum ersehnten Kind verholfen hat. Bei der IVF wird im Labor eine zuvor entnommene Eizelle mit einer Samenzelle befruchtet.

Wie funktioniert eine IVF-Behandlung?


Bei der IVF erfolgt die Befruchtung der weiblichen Eizellen im IVF-Labor mit zuvor aufbereitetem Samenmaterial. Die Eizellen und Spermien werden dabei in einer speziellen Nährlösung zusammengeführt. Die Spermien dringen selbstständig in die Eizellen ein und befruchten diese. Voraussetzung ist, dass die Samenqualität sehr gut ist und so eine selbständige Befruchtung der Eizellen gewährleistet ist.

Wie ist der IVF-Ablauf?


Bevor Eizellen im Rahmen der IVF-Behandlung mit Samenzellen befruchtet werden können, erfolgt bei der Frau eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke und anschließend eine Follikelpunktion, bei der die Eizellen aus dem Eierstock abgesaugt werden. Die Befruchtung der gewonnenen Eizellen erfolgt ein paar Stunden nach der Follikelpunktion. Die Samenzellen für die Befruchtung werden entweder durch Masturbation oder auch aus einer zuvor kryokonservierten Probe gewonnen.


Nach der Befruchtung werden die befruchteten Eizellen und Embryonen im IVF-Labor kultiviert und täglich beurteilt. Die verschmolzenen Zellen teilen sich sehr schnell. Je nach Tag spricht man von unterschiedlichen Entwicklungsstadien:


  • Tag 1 nach der Eizellpunktion = Vorkernstadium (Pronuklei)

  • Tag 2 nach der Eizellpunktion = Zwei- bis Vierzellstadium

  • Tag 3 nach der Eizellpunktion = Achtzellstadium

  • Tag 4 nach der Eizellpunktion = Beerenstadium (Morula)

  • Tag 5 nach der Eizellpunktion = Blastozyste (expandierend oder schlüpfend)


Ein Zurückbleiben in dieser Entwicklungsdynamik lässt einen möglichen Defekt der Embryonen erkennen. Nur etwa 50 Prozent der Vorkernstadien erreichen das erwünschte Blastozystenstadium, in dem eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten ist.


Mit dem sogenannten Time Lapse Verfahren bieten die TFP Kinderwunschkliniken in Österreich Zeitrafferaufnahmen der Embryonen-Entwicklung an, mit dem die besten Embryonen für den Transfer ausgesucht werden können.


Bei ausreichender Anzahl an Embryonen wird ein Embryotransfer am fünften Tag nach der Punktion durchgeführt. Embryonen, die bis zu diesem Zeitpunkt das Blastozystenstadium erreicht haben, weisen ein besonders hohes Implantationspotenzial auf.


Uterus IVF | TFP

Wann wird der IVF-Transfer ausgeführt?


Bei ausreichender Anzahl an Embryonen führen wir einen Embryotransfer am fünften Tag nach der Punktion durch. Embryonen, die bis zu diesem Zeitpunkt das Blastozystenstadium erreicht haben, weisen ein besonders hohes Implantationspotenzial auf.

Für wen ist eine IVF-Behandlung geeignet?


Eine In-vitro-Fertilisation wird insbesondere dann empfohlen, wenn auf natürlichem Wege nach längerer Zeit keine Schwangerschaft eingetreten ist und die diagnostische Abklärung eine der folgenden Ursachen ergeben hat:

  • Funktionsstörung der Eileiter (verklebte Eileiter)

  • Eingeschränkte Samenfunktion / schlechte Samenqualität (bzw. IVF mit Spendersamen, wenn im männlichen Ejakulat keine Samenzellen enthalten sind)

  • Endometriose

  • PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom)

  • Unfruchtbarkeit ohne erkennbare Ursache

Die IVF ist auch für lesbische Paare eine Option mit guten Schwangerschaftschancen bzw. nach mehreren erfolglosen Versuchen einer Insemination (IUI).

Wie groß sind die Chancen auf eine erfolgreiche IVF-Behandlung?


Seit der ersten erfolgreichen Schwangerschaft durch IVF im Jahr 1978 ist die medizinische Technik immer weiter verfeinert worden. Heute ist die IVF eine Standardbehandlung, die schon unzähligen Paaren in Österreich zum ersehnten Wunschkind verholfen hat.


In den TFP Kinderwunschkliniken liegt die Schwangerschaftsrate bei unter 38 Jährigen bei 52 Prozent und bei über 38-jährigen bei 35 Prozent pro Versuch. Generell hängt die Chance auf eine Schwangerschaft stark vom Alter der Frau ab.


Mit diesen Ergebnissen liegt die Erfolgsrate unserer drei Kinderwunschklinken über dem Durchschnitt (siehe auch Chancen).

Was sind die Risiken einer IVF-Behandlung?

 

Komplikationen treten bei einer In-vitro-Fertilisation nur sehr selten auf - ein gewisses Risiko besteht aber dennoch. So kann die hormonelle Stimulation eine erhebliche Vergrößerung der Eierstöcke und damit Beschwerden wie Bauchkrämpfe und Übelkeit verursachen. Dieses sogenannte Überstimulationssyndrom tritt jedoch nur selten auf.


Auch das Risiko einer Eileiterschwangerschaft ist leicht erhöht. Zudem sollten Sie beachten, dass es beim Transfer mehrerer befruchteter Eizellen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft gibt, die wiederum mit weiteren Risiken verbunden ist.


Wenden Sie sich mit Ihren Fragen bezüglich der Behandlung jederzeit an unser Team. Die erfahrenen Ärzt:innen Ihrer TFP Kinderwunschklinik werden Chancen und Risiken der IVF gern in aller Ruhe mit Ihnen besprechen.

Was ist eine IVF-Naturelle?


Neben dem "klassischen" IVF-Ablauf besteht unter gegebenen Umständen auch die Möglichkeit, eine IVF ohne Hormonstimulation durchzuführen. Das bietet den Vorteil, dass die gereifte Eizelle bereits den natürlichen Selektionsprozess des Eierstockes durchlaufen hat, also eine gute Befruchtungs- und Einnistungsrate verspricht.


Der optimale Zeitraum für die Follikelentnahme wird über den Zyklus der Frau errechnet. Sonst verläuft die Behandlung genau wie bei der klassischen IVF.


Die IVF-Naturelle ist eine Option für sogenannte "Low Responders", die auch unter Hormonstimulation nur wenige reife Eizellen bilden, für lesbische Paare, für "High Responders" mit dem Risiko einer Überstimulation sowie für andere Risikopatientinnen (z. B. Frauen mit Thromboseneigung).


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