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Pränatale Untersuchungen

Ultraschall-Untersuchungen

Ultrasound diagnosis

Der geburtshilfliche Ultraschall ist eine Basisuntersuchung, die Ihnen die Gewissheit gibt, dass sich der Fötus richtig entwickelt. In unseren Kliniken führen wir sie nach den strengen Empfehlungen der Polnischen Gesellschaft für Gynäkologie durch.



Eine pränatale Ultraschalluntersuchung kann auch vor der 10. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, um die Lage und Entwicklung der Schwangerschaft zu bestimmen und um detaillierte Messungen der Fruchtblase, des Embryos und des Dottersacks vorzunehmen. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft wird die Anzahl der Plazenten und Fruchtblasen beurteilt, was für die weitere Diagnose und das Management der Schwangerschaft von großer Bedeutung ist. Pränatale Tests geben der werdenden Mutter Auskunft darüber, wie viele Babys sich in ihrem Körper entwickeln und wie ihr Gesundheitszustand ist. Während der Untersuchung wird die Herzfrequenz gemessen. Außerdem wird die Struktur und der Aufbau der Gebärmutter und der Eierstöcke bestimmt.



Neben der Standard-USG kann man in den TFP-Kliniken eine USG-Untersuchung unter Verwendung des sog. Doppler-Phänomens durchführen (es besteht in der Änderung der Frequenz der Signalquelle, die sich im Verhältnis zum Beobachter bewegt). Mit Hilfe des spektralen oder farbkodierten Dopplers ist es möglich, den Blutfluss in den arteriellen und venösen Gefäßen des Babys zu beurteilen.



Wir bieten auch dreidimensionale Ultraschalluntersuchungen in hervorragender Qualität an. Ein 3D/4D-Ultraschallbild hat sowohl diagnostischen als auch Erinnerungswert. Einerseits erlauben dreidimensionale pränatale Untersuchungen eine vertiefte Diagnostik des Skelett- und Gefäßsystems sowie äußerer Anomalien bei Auffälligkeiten, die bei einer Standarduntersuchung gefunden werden. Andererseits ermöglicht der dreidimensionale Ultraschall, der sogenannte Oberflächenultraschall, die Visualisierung des Gesichts des Babys, was für die schwangere Patientin, ihren Partner und ihre Familie ein einzigartiges Erlebnis ist. Die Aufzeichnung kann auf einem Speicherstick bezogen werden.

Die geburtshilfliche Ultraschallnorm beinhaltet die Durchführung von drei Untersuchungen:

I. 11 - 14 Wochen der Schwangerschaft

Sie ist die wichtigste Untersuchung in der Schwangerschaft. Das Baby hat bereits die meisten seiner Organe entwickelt. Dank einer frühzeitigen Beurteilung der Anatomie und des Herzens des Fötus können wir das Risiko von Chromosomenanomalien bestimmen und mehr als die Hälfte der Geburtsfehler ausschließen.

Eine detaillierte Beurteilung der Struktur des fötalen Eies umfasst Folgendes:

  1. Bestimmung der Anzahl der Embryonen in der Gebärmutterhöhle, der Anzahl der Chorionzotten und des Fruchtwassers bei einer Mehrlingsschwangerschaft

  2. Bewertung der fetalen Herzfrequenz (FHR)

  3. Biometrische Messungen:

    • Parietal-rechte Länge (CRL)

    • Biparietale Dimension des fetalen Kopfes (BPD)

  4. Beurteilung der fetalen Anatomie:
    •Schädel (Form), Gehirnsichel, Plexus choroideus der Seitenventrikel

    • Bauchdecke einschließlich physiologischer Nabelbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche

    • Magen

    • Fetales Herz

    • Lage und Funktion des Herzens

    • Harnblase

    • Wirbelsäule

    • Obere und untere Extremitäten

  5. Auswertung der Chorionzotten

  6. Auswertung von Nackentransparenz (NT) und Nasenbein (NB)

  7. Blutfluss in der Venenleitung und durch die Atrioventrikularklappen des fetalen Herzens


In diesem Zeitraum der Schwangerschaft schlagen wir vor, die Ultraschalluntersuchung um eine nicht-invasive Diagnostik von Chromosomenstörungen - Down-Syndrom, Edward-Syndrom und Plateau-Syndrom - zu erweitern, die aus einem Doppeltest besteht, d.h. einer zusätzlichen Bestimmung der Schwangerschaftshormone beta-hCG und PAPPA im mütterlichen Blut. Für anspruchsvolle Patientinnen empfehlen wir anstelle eines Doppeltests insbesondere den minimalinvasiven Pränataltest Harmony.


Die Korrelation der Konzentrationen der beschriebenen Hormone in Kombination mit dem Ultraschallbild ermöglicht die Beurteilung des Risikos genetischer Defekte. Die überwiegende Mehrheit der schwangeren Frauen wird nach dem Test in die Gruppe mit geringem Risiko eingestuft. Bei Patienten der Hochrisikogruppe können invasive diagnostische Tests durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um die Amniozentese, die Chorionzottenbiopsie und die Cordozentese, die von einem Facharzt mit einem Zertifikat für intrauterine fetale Diagnose- und Therapiefähigkeiten durchgeführt werden.


Ultraschalluntersuchungen zwischen 11 - 14 Schwangerschaftswochen mit der Beurteilung der Nackentransparenz (NT) und des Nasenbeins (NB) sowie anderer Marker genetisch bedingter Defekte werden nach den Grundsätzen der Stiftung Fetalmedizin und nur von Ärzten durchgeführt, die über die entsprechenden aktuellen Zertifikate der Polnischen Gynäkologischen Gesellschaft und der Stiftung Fetalmedizin verfügen.


Optimaler Zeitpunkt der pränatalen Untersuchung: 11+0 - 13+6 Wochen Trächtigkeit; CRL 45 - 84 mm.


Ziel der Ultraschalluntersuchung im ersten Trimester ist auch die Bestimmung des Risikos einer Präeklampsie in Verbindung mit Bluthochdruck (Komplikation bei 2 % der Schwangerschaften) und des Risikos einer intrauterinen Wachstumsretardierung (IUGR) (5 % der Schwangerschaften). Die Beurteilung basiert auf Parametern des Blutflusses in den Uterusarterien, Gewicht und Größe der Schwangeren, Rauchen und geburtshilflicher Vorgeschichte.

II. 20. Schwangerschaftswoche (+/- 2 Wochen)

Dies ist eine äußerst wichtige Ultraschalluntersuchung, die eine detaillierte Beurteilung der fetalen Entwicklung und Anatomie ermöglicht. Es umfasst:

  1. Bestimmung der Anzahl der Föten, ihrer Position und der Herzfunktion

  2. Fetale Biometrie: BPD, HC, AC, FL + mögliches ungefähres fetales Gewicht (OMP)

  3. Beurteilung der fetalen Struktur:


    • Schädel - Kontinuität, Form

    • Großhirn - Ventrikel, Plexus choroideus, hintere Schädelgrube, Kleinhirn

    • Gesicht - Profil, Augenhöhlen, Nasenknochen, mögliche Beurteilung von Gaumen und Oberlippe

    • Wirbelsäule - Kontinuität, Symmetrie

    • Brustkorb, Herz - Größe, Lage, normales Bild der vier Höhlen, Bauchhöhle

    • Kontinuität der Bauchdecke, Magen (Lage, Größe, Form), Echogenität des Darms

    • Harnblase

    • Nieren - Beschreibung etwaiger Anomalien (Breite des pyelonephralen Systems)

    • Extremitäten - Beurteilung des Vorhandenseins von Oberschenkel, Arm, Unterarm, Unterschenkel, Hand und Fuß, Gliedmaßenbeweglichkeit

  4. Beurteilung der Plazenta:
    • Lage

    • Struktur - Reifegrad nach Grannum (Beschreibung möglicher Strukturanomalien, extraduraler Hämatome)

  5. Auswertung der Nabelschnur:
    • Anzahl der Gefäße

    • Beschreibung der möglichen Unregelmäßigkeiten

  6. Beurteilung des Fruchtwasservolumens

  7. In klinisch begründeten Fällen: Beurteilung der Zervix - transvaginale Sondenuntersuchung.


Wenn eine angeborene Fehlbildung des Fötus diagnostiziert wird, überweisen wir den Patienten zu einer Konsultation mit einem Kinderarzt oder Neonatologen, um die Prognose zu bestimmen und das weitere Management nach der Entbindung festzulegen.

III. 30. Schwangerschaftswoche (+/- 2 Wochen)

Der Zweck der Ultraschalluntersuchung im dritten Trimester der Schwangerschaft ist es, die Gewichtszunahme und Entwicklung des Babys, seine Anatomie für spät auftretende Defekte, die periphere Zirkulation für die Kapazität der Plazenta, die Menge an Fruchtwasser sowie die Lage und Reife der Plazenta zu beurteilen. Zu den späten kongenitalen Anomalien gehören u. a. Mikrozephalie, Kleinhirnfehlbildungen, Duodenal- und andere Darmverschlüsse, einige Harnwegsdefekte, einige Gliedmaßenfehler und dynamische Herzfehler. Eine Ultraschalluntersuchung im letzten Trimester kann diese erkennen.

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