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8. März 2022

Familienplanung

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Familienplanung: Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind?

 

Gibt es ein perfektes Alter, um Kinder zu bekommen? Und entscheidet das allein die Biologie? Hängt die natürliche Familienplanung nicht auch von weiteren Faktoren ab? Von der Stabilität einer Partnerschaft, vom beruflichen Weg und der finanziellen Situation? Ist es besser, früh Kinder zu bekommen, weil man dann noch mehr Energie für sie hat? Oder zählen Erfahrung und soziale Sicherheit mehr als jugendliche Power?

 

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für eine Schwangerschaft zieht viele weitere Fragen nach sich. Es gibt nicht das eine Rezept für perfekte Familienplanung. Tatsache ist jedoch, dass viele Paare mit Kinderwunsch wertvolle Zeit verlieren. Sie warten zu lange, lassen sich von Bedenken und Sorgen aufhalten. Hier ist es höchste Zeit umzudenken.

 

Kinder kriegen: das Alter der Frau als entscheidender Faktor

 

Seit Jahren mahnen führende Expertinnen und Experten aus der Kinderwunsch-Medizin: Das Thema Zeugungsfähigkeit ist im allgemeinen Bewusstsein kaum präsent. Gerade vielen jungen Menschen fehlen wichtige Informationen. Der Zusammenhang zwischen der Fähigkeit Kinder zu bekommen und dem biologischen Alter sei zu wenig bekannt. Man unterschätzt die Grenzen der eigenen Fruchtbarkeit, will zuerst einmal jung sein, einen Platz im Leben finden und es genießen. Ende 20 ist da noch längst nicht der richtige Zeitpunkt für einen Kinderwunsch. Schließlich leben wir heute auch länger! Mit 35 ist man gerade mal da, wo man früher mit 25 war…

 

So schön es ist, sich lange jung zu fühlen – unsere Fruchtbarkeit schert sich nicht um ein Lebensgefühl. Die biologische Uhr tickt unbeirrt. Geht es nach ihr, ist bei einer Frau mit spätestens 32 der richtige Zeitpunkt erreicht, um schwanger zu werden.  „Insbesondere ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit einer Frau ab“, erläutert Professor Tim Child, assoziierter Professor der University of Oxford und Medizinischer Direktor der TFP Gruppe, einem führenden europäischen Klinik-Verbund für Kinderwunschbehandlungen. „Ab Mitte 30 sinkt die Anzahl der Eizellen kontinuierlich. Zudem ist die genetische Qualität der Eizellen rückläufig. Und mit fortschreitendem Alter steigt auch das Risiko von Fehlgeburten.“

 

Geht es um die Frage, welche Faktoren die Erfüllung eines Kinderwunsches begünstigen, so zählt vor allem eins: das Alter der Frau. Wird der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft verpasst, so verringert sich die Aussicht auf Erfolg. Auch die männliche Zeugungsfähigkeit nimmt mit dem Alter des Mannes ab; wenn auch etwas später als bei Frauen.

 

Familienplanung und Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch

 

Mit steigendem Alter sinkt die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zu bekommen. Das gilt nicht nur für die natürliche Familienplanung, sondern ebenso für die Erfolgsaussichten einer Kinderwunsch-Therapie.

 

Doch das Alter der Patientinnen in den Kinderwunsch-Kliniken steigt seit Jahren kontinuierlich an. Laut aktuellen Angaben des Deutschen IVF-Registers (DIR) liegt das Durchschnittsalter für Behandlungen mit In-Vitro-Fertilisation (IVF) derzeit bei 35,6 Jahren*. Zudem steigt laut DIR auch der Anteil der Patientinnen jenseits der 40 stetig. Die 35-jährigen erreichen bei einer künstlichen Befruchtung eine Schwangerschaftsrate von 38,8 Prozent; die Geburtenrate liegt bei 30 Prozent. Bei Frauen ab 40 hingegen sinken die Erfolgsaussichten deutlich. Hier liegt die Schwangerschaftsrate lediglich bei 18,9 Prozent; die Rate für die Geburten bei 10,6 Prozent.

 

Neben nachlassender Fruchtbarkeit können jedoch noch weitere Faktoren die Behandlung beeinträchtigen. Mit sinkenden Erfolgsaussichten steigt auch die psychische Belastung. Die langwierige Therapie wird oft als emotionales Auf und Ab erlebt. Man ist zwischen Hoffen, Bangen und bitterer Enttäuschung. Hinzu kommen häufig erhebliche finanzielle Belastungen.

 

Auch deshalb ist es wichtig, dass sich Paare mit unerfülltem Kinderwunsch rechtzeitig über die Chancen und Grenzen einer In-Vitro-Fertilisation informieren, dass sie sich ausführlich beraten lassen und sich gegebenenfalls einer gründlichen Diagnostik unterziehen. Denn geht es um den richtigen Zeitpunkt für ein Kind, so gilt für Kinderwunsch-Behandlung das, was eingangs auch für die natürliche Familienplanung gesagt wurde: langes Zögern und Bedenken führen nie zum Ziel, sie kosten jedoch wertvolle Zeit.

 

* siehe www.deutsches-ivf-register.de, Angaben aus dem Jahrbuch von 2021

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